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Venenerkrankungen lassen sich grundsätzlich in Erkrankungen der oberflächlichen Venen und der tiefen Venen einteilen. Beide Venensysteme übernehmen gemeinsam den Rücktransport des Blutes zum Herzen und sind über Verbindungsvenen miteinander verbunden.
Erkrankungen der oberflächlichen Venen
Viele Menschen bemerken irgendwann kleine Äderchen, hervortretende Venen oder geschwollene Beine und fragen sich: Ist das nur ein kosmetisches Problem oder steckt mehr dahinter?
Tatsächlich gehören Venenerkrankungen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen überhaupt. Oft entwickeln sie sich über viele Jahre und bleiben zunächst unbemerkt. Die Beschwerden beginnen meist schleichend: Die Beine fühlen sich schwer an, die Knöchel schwellen am Abend an oder sichtbare Venen werden zunehmend auffälliger.
Die gute Nachricht: Moderne Venenmedizin bietet heute viele schonende Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Beschwerden ernst nehmen
Viele Menschen gewöhnen sich an schwere Beine, Schwellungen oder sichtbare Venenveränderungen und betrachten sie als normale Begleiterscheinung des Älterwerdens. Das müssen sie jedoch nicht.
Eine moderne Ultraschalluntersuchung zeigt meist schnell, ob eine behandlungsbedürftige Venenerkrankung vorliegt. Gemeinsam besprechen wir anschließend die für Sie passende Therapie – individuell, schonend und auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt.
Unser Ziel ist nicht nur die Behandlung sichtbarer Venen, sondern vor allem die langfristige Gesundheit Ihrer Beine.
Erkrankungen der tiefen Venen
Während Krampfadern oder Besenreiser von außen sichtbar sind, bleiben Erkrankungen der tiefen Venen meist verborgen. Dabei übernehmen die tiefen Venen den größten Teil des Bluttransports aus den Beinen zurück zum Herzen und sind damit von entscheidender Bedeutung für eine gesunde Durchblutung.
Erkrankungen der tiefen Venen werden häufig erst bemerkt, wenn Beschwerden auftreten. Schwellungen, Spannungsgefühle, Schmerzen oder plötzlich auftretende Beinbeschwerden sollten deshalb immer ernst genommen werden.
Zu den wichtigsten Erkrankungen der tiefen Venen gehören die tiefe Venenthrombose, Folgeschäden nach einer Thrombose sowie chronische Venenverschlüsse.
Der 8 Punkte Check
Venenerkrankungen entwickeln sich häufig schleichend und bleiben lange unbemerkt. Mit unserem 8-Punkte-Check können erste Hinweise auf eine mögliche Venenschwäche erkannt werden. Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantworten, desto sinnvoller ist eine gefäßmedizinische Untersuchung.
1. Leiden Sie häufig unter schweren oder müden Beinen?
2. Treten Schwellungen an Füßen oder Knöcheln auf, insbesondere am Abend?
3. Haben Sie sichtbare Besenreiser oder Krampfadern?
4. Verspüren Sie ein Ziehen, Spannungsgefühl oder Schmerzen in den Beinen?
5. Leiden Sie unter nächtlichen Wadenkrämpfen?
6. Haben Sie Juckreiz, Hautveränderungen oder Verfärbungen an den Unterschenkeln bemerkt?
7. Gab es in Ihrer Familie Krampfadern oder andere Venenerkrankungen?
8. Sitzen oder stehen Sie beruflich über viele Stunden am Tag?
Bereits einzelne dieser Beschwerden können auf eine Venenerkrankung hinweisen. Da nicht jede Venenschwäche von außen sichtbar ist, empfiehlt sich bei entsprechenden Symptomen eine gezielte Untersuchung der Beinvenen mittels moderner Ultraschalldiagnostik.
Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es, Beschwerden zu lindern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden.