Oberflächliche Venenthrombose

Viele Menschen sprechen von einer „Venenentzündung“. Tatsächlich steckt dahinter häufig eine oberflächliche Venenthrombose – also die Bildung eines Blutgerinnsels in einer oberflächlichen Vene.

Typischerweise tritt eine oberflächliche Venenthrombose im Bereich von Krampfadern auf. Betroffene bemerken oft plötzlich eine schmerzhafte Verhärtung entlang einer Vene. Die Haut darüber kann gerötet und überwärmt sein, und die betroffene Stelle reagiert häufig empfindlich auf Berührung.

Auch wenn eine oberflächliche Venenthrombose meist weniger gefährlich ist als eine tiefe Venenthrombose, sollte sie keinesfalls unterschätzt werden. Je nach Lage und Ausdehnung kann sich das Gerinnsel in Richtung des tiefen Venensystems ausbreiten. Deshalb ist eine frühzeitige Untersuchung wichtig.

Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung können wir feststellen, welche Vene betroffen ist, wie weit sich die Thrombose ausgedehnt hat und ob eine Verbindung zum tiefen Venensystem besteht. Auf dieser Grundlage legen wir die passende Behandlung fest.

Je nach Befund kommen Kompressionstherapie, Bewegung, entzündungshemmende Medikamente oder eine zeitlich begrenzte Blutverdünnung infrage. Ziel der Behandlung ist es, Beschwerden rasch zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.